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Burtscheid

Sony Nex-6 mit Canon FD 28mm 2.8, ca. F8, 1/100s, ISO 100
Sony Nex-6 mit Canon FD 28mm 2.8, ca. F8, 1/100s, ISO 100
Sony Nex-6 mit Canon FD 28mm 2.8, ca. F4, 1/50s, ISO 200
Sony Nex-6 mit Canon FD 28mm 2.8, ca. F4, 1/50s, ISO 200
Sony Nex-6 mit Canon FD 28mm 2.8, ca. F8, 1/200s, ISO 200
Sony Nex-6 mit Canon FD 28mm 2.8, ca. F8, 1/200s, ISO 200

Gut 20 Euro habe ich für das Canon FD 28mm F2.8 bei Ebay bezahlt. Gut, Gegenlicht ist nicht seine Stärke – aber die Schärfe von Ecke zu Ecke überzeugt absolut. Die drei Bilder oben sind freihändig geschossen.

Mainzer Menschen

Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 6s, ISO 100v
Friedensengel im Mainzer Dom. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 6s, ISO 100, Stativ
Minolta MD 35-70 Zoom, ca. F8, 8s, ISO 100, Stativ
Epitaph im Dom, etwa vier Meter Höhe. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 8s, ISO 100, Stativ
Minolta MD 35-70 Zoom, ca. F8, 1/100s, ISO 800, freihändig
St. Bonifatius am Dom. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 1/100s, ISO 800, freihändig
Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 1/40s, ISO 100, Stativ
Gutenbergdenkmal. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 1/40s, ISO 100, Stativ
Minolta MD 35-70 Zoom, ca. F8, 1/40s, ISO 100, Stativ
Gardetrommler. Ein Denkmal wie der Karneval selbst: Aufwendig, detailverliebt und völlig frei von Witz und Selbstironie. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 1/40s, ISO 100, Stativ
Minolta MD 35-70 Zoom, ca. F8, 1/100s, ISO 800, freihändig
Wandbild. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 1/100s, ISO 800, freihändig
Minolta MD 35-70 Zoom, ca. F8, 1/100s, ISO 800, freihändig
Maria mit Kind und Taube. Sony Nex-6 mit Minolta MD 35-70 Zoom, ca. F8, 1/100s, ISO 800, freihändig
Minolta MD 35-70 Zoom, ca. F4, 1/125s, ISO 200, freihändig
Gottesmutter mit Kind. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F4, 1/125s, ISO 200, freihändig
Minolta MD 35-70 Zoom, ca. F8, 1/00s, ISO 400, freihändig
Mainzelminion in erzgebirgischer Pyramide auf dem Weihachtsmarkt. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 1/00s, ISO 400, freihändig
Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 1/125s, ISO 800, freihändig
Rotierende Engelkapelle. Sony Nex-6 mit Minolta MD 3.5 35-70 Zoom, ca. F8, 1/125s, ISO 800, freihändig
Sony Nex-6 mit Minolta MD 135 2.8, ca. F4, 1/80s, ISO 100, Stativ
Denkmal des unbekannten Äppelwoitrinkers am Proviantmagazin. Sony Nex-6 mit Minolta MD 2.8 135, ca. F4, 1/80s, ISO 100, Stativ
Sony Nex-6 mit Minolta MD 135 2.8, ca. F8, 1/25s, ISO 100, Stativ
Fliegender. Sony Nex-6 mit Minolta MD 2.8 135, ca. F8, 1/25s, ISO 100, Stativ

Nachts, wenn alles bunt ist

Das Jahr 2015 wird für mich – neben reichlich anderen Dingen – das Jahr sein, in dem ich endlich gelernt habe, wie man eine Kamera bedient. Und nachdem das mit der Blende und der Belichtung endlich kein belgisches böhmisches Dorf mehr ist…

Krokodil

…kann man ja auch einmal etwas Interessanteres ausprobieren. Zum Beispiel eine Nachtexkursion der VHS Aachen zum Landschaftspark Duisburg-Nord (von den Einheimischen liebevoll „Lapadu“ oder „Landi“ genannt).

Rotoren

Wie die Wikipedia weiß, handelt es sich um ein stillgelegtes Hüttenwerk des Thyssen-Konzerns, das 1901 von der damaligen „Rheinische Stahlwerke zu Meiderich bei Ruhrort“ errichtet wurde. Die insgesamt fünf Hochöfen produzierten in ihren 84 Jahren 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen – in der Regel als Vorprodukt für die Weiterverarbeitung in den Thyssen’schen Stahlwerken.

Plattform

Freitags, am Wochenende und an Feiertagen werden die Anlagen nachts durch eine Beleuchtungsinstallation von Jonathan Park in science-fiction-hafte Szene gesetzt.

Fackelzug

Nachdem der letzte von fünf Hochöfen 1985 stillgelegt und die Produktion verlagert wurde, wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Seit 1994 dürfen Besucher zwischen den riesenhaften Hallen, den Hochöfen und Kaminschloten spazieren, Bunkerwände hochklettern oder durch die diversen Gewässer stapfen.

Türme

Am Samstag waren es ein halbes Dutzend ambitionierter Aachener Hobbyfotografen, das sich vor den gigantischen Rohrleitungen aufbaute, im Dunkeln über Stativbeine stolperte, in Pfützen tappte und die Selbstauslöseautomatiken ihrer Kameras verfluchte.

Blaue Kammer

Dozent Uwe Schmid erwies sich nicht nur als Kenner des Geländes (und seiner nassen Untiefen), sondern auch als Künstler des Lichts: Mit einem leistungsstarken Handstrahler, diversen Farbscheiben und noch ausgefeilteren Wedeltechniken tauchte er karge Betonwände, rostige Stahlträger und monströse Rohre in leuchtende Farben.

Flugzeugträger

Dass der nächtliche Winterhimmel die Lichter der Großstadt Duisburg und der angrenzenden Stahl- und Industriewerksanlagen reflektierte, verstärkte den unwirklichen Effekt noch. Noch nie hatte ich bei einer Langzeitbelichtung solche Resultate.

Bunker

Gut, es ist nicht alles so geworden wie erhofft. Das manuelle Canon-Weitwinkelobjektiv FD 20mm 2.8, der neueste (heißt: etwa 35 Jahre alte) Zugang in meiner mittlerweile stramm auf die 20er-Marke zumarschierenden Linsensammlung, überzeugte zwar mit prachtvoll flächiger Schärfe. Der eine oder andere Wassertropfen des herrschenden Nieselregens fand sich aber leider auf seiner Frontlinse wieder. Beim Objektivwechsel im Dunklen war das Herumgefummel mit dem – einzigen – Adapter zum Anflanschen an die Sony Nex-6 nervig, der Blendenmitnehmer blieb einmal auf Offenblende stehen. Der Kamerarucksack war ein weiteres Mal für einen zügigen Wechsel der Linsen völlig unraktisch.

Immerhin: Die zierliche Schnellkupplung für den Stativkopf, eine Cullmann Cross CX 420, bewährte sich glänzend. Endlich kann ich die Kamera mit einem einzigen Handgriff vom Stativ klipsen – und zum Beispiel in die Tasche stecken. Das ist ganz praktisch, wenn es zum Beispiel regnet. Was es denn auch leider tat. Der Rest der Truppe behalf sich mit Duschhauben, um die empfindliche Elektronik ihrer voluminösen Spiegelreflexen vor dem fallenden Nass zu schützen.

Nein, es klappte noch nicht alles reibungslos. Aber zwischen den stählernen Monstern von Duisburg am Jahresende hatte ich das Gefühl, dass sich doch ein bisschen was getan hatte seit den ersten vorsichtigen Versuchen im Frühjahr, den Punkt „intelligente Programmautomatik“ auf dem Einstellrad der Nex zu verlassen. Es ist ein Lichtschein am Horizont aufgetaucht. Heute war er blau.

Schnuckelvergleich II

Sie ist hübsch, sie ist handlich, sie ist günstig, sie ist gut. Sie ist die kleine Schwester meiner Sony Nex-6: die Nex-5 (rechts). Und auf die Gefahr, euch mit meinen ermüdend fußläufigen Kameravergleichen (hier und hier) zum Ababonnieren meines Blogs zu treiben: eiiinen habbich noch! (Ⓒ O. Waalkes). Was könnte virtueller sein als Vergleiche von Elektrogeräten, die gar nicht mehr auf dem Markt sind? Bloggen ist bekanntlich Leidenschaft, Bloggen ist, wenn es raus muss, wenn du um zwei Uhr nachts noch am Rechner sitzt und am nächsten Morgen um sieben Uhr zum Zahnarzt musst. Bloggen ist Punk.

Wo war ich? Bei den beiden Vorgängermodellen der aktuellen Systemkamera-Mittelklasse (A5100/A6000) von Sony. Mir ist da nämlich vor ein paar Tagen so ein Modell mal kurz in die Hände gefallen, also wurden die beiden Schnuckel fix mal nebeneinandergelegt und mit dem Smartphone abfotografiert.

nex5-114400

Die Nex-5 stand nämlich auch zur Debatte, damals, in den langen Nächten vor Dem Großen Kamerakauf™ vom Juli 2013.

Denn die schlanke Schwester ist nicht nur ein paar Millimeter und Gramm handlicher, sie war auch seinerzeit erinnerte 200 Euro billiger und hat ein paar durchaus interessante Vorteile gegenüber der Nex-6. Das Display ist ein Touchscreen, was das Fokussieren und die Bedienung des Menüs viel komfortabler macht (versucht mal, die Bildbeschreibung für ein Facebook-Foto mit Drehrädchen und Okay-Taste in eine Tastatur einzugeben). Es lässt sich bei den späteren Versionen um 180 Grad hochklappen, was für ein Selfie praktisch ist. Die 2013 erschienene letzte Version 5T hat sogar NFC-Nahfunk, so dass sich Bilder noch leichter auf andere Geräte überspielen lassen. Da kann man als Nex-6-Fan durchaus ins Grübeln kommen.

Was die Nex-5 nicht hat, sind ein elektronischer Sucher und ein ausklappbarer Blitz. Beides trägt die Nex-6 mit sich an Bord, und ich würde auf beides jederzeit verzichten. Der ELV-Sucher (Electronic Viewfinder) der Nex-6 wird zwar einhellig als zu den Besten am Markt gehörig gepriesen – mit meinen Dioptrienwerten im rechte Auge kann ich ihn jedoch nicht so einstellen, dass ich ohne Brille ein scharfes Bild bekomme. Und mit Brille ist der Abstand zum Mini-Display zu groß, um das komplette Bild zu erkennen. Das Teil ist für mich kaum nutzbar, denn ein so dermaßen stark blendendes Sonnenlicht, dass ich das kleine Sucherbildchen dem großen LCD-Monitor vorziehen würde, habe ich noch nie erlebt.

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Immerhin: Der kleine Näherungssensor neben dem Sucher der Nex-6 schaltet das Bild automatisch vom Monitor auf den Sucher, wenn sich ihm etwas – ein Gesicht, aber gerne auch mal ein Finger – nähert. Dies lässt sich mit der wahlweise auf die Kamera downloadbaren Sony-App „Touchless Shutter“ für berührungsloses Auslösen benutzen, was für Nachtaufnahmen sehr praktisch ist.

Und der Blitz? War damals für mich ein echtes Kaufargument, weil ich vor zwei Jahren noch nicht wusste, was Available Light bedeutet und was lichtstarke Objektive im Zusammenspiel mit einem großen APS-C-Kamerachip auch aus Schummerlicht noch herausholen können. Ergo: Geblitzt hab ich mit der Nex-6 dann fast nie und vermisst habe ich es ebensowenig. Es geht auch ohne.

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Was Sony den beiden so ähnlichen Schwestern gemeinsam mit auf den Weg gegeben hat, sind ein solides Magnesiumgehäuse, WLAN, der erwähnt große 16,1-Megapixel-Chip (beides ab der Version 5N), dieselbe brillante Bildqualität und das gleiche umständlich verschachtelte Kameramenü. Beide Kameras lassen sich mit einem der drei flacheren verfügbaren Objektive (16-50mm-Powerzoom, 16mm und 20mm Pancake-Weitwinkel) auch mal in eine etwas größere Jackentasche stecken.

Wer keines dieser – auch nicht wirklich brillierenden – Pfannkuchenobjektive auf den E-Mount-Bajonettverschluss stecken will, hat die Auswahl aus einer mittlerweile stark gewachsenen Reihe von Objektiven von Sony, Sigma, Tamron, Samyang/Walimex, Zeiss und anderen sowie natürlich einer immensen Zahl alter Objektive aus der analogen Ära. Auf den Bildern steckt an meiner Nex-6 der jüngste Neuzugang meiner kleinen Sammlung, das Makro-Objektiv Sony SEL-30M35 F3,5/30mm. An der Nex-5 ist mit einem Adapterring ein manuell fokkussierendes Aremac 1:2,8 befestigt.

Kommen wir zu dem, was die Nex-6 dem kleineren Modell voraushat. Sie hat, wie gesagt, einen elektronischen Sucher und einen ausklappbaren Blitz, auf dessen ISO-Schuh sich auch Blitzgeräte von Fremdherstellern stecken lassen. So weit, so unwichtig.

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Sie ist spürbar größer, dicker und schwerer, lässt sich aber dank der ausgeprägteren Daumenmulde für mich deutlich besser greifen – letzteres ist für mich schon ein Argument mit – haha – mehr Gewicht.

Vor allem aber hat sie rechts auf dem Gehäuse zwei Rädchen. Mit dem oberen sind die Kameraprogramme (P-A-S-M, Panorama, Scene und zwei intelligende Modi) im Nu einstellbar, darunter liegt ein zweites für die Parameter (je nach Programm entweder Blende oder Belichtung). Ich bin ja (noch) kein Profiknöpfchenfummler, aber für jede Einstellung ins Menü gehen zu müssen, wie bei der Nex-5, wäre mir doch etwas zu fisselig. Seit ich vor ein paar Wochen etwas tiefer in die Thematik eingetaucht bin, weiß ich das sehr zu schätzen.

Und da sind wir schon wieder, vielen Dank für eure Geduld: Die Entscheidung für die teurere Kamera bleibt im nachhinein weiterhin die Richtige. Die Rädchen machen den Unterschied. Was für eine befriedigende Erkenntnis – auch wenn es zwei Jahre bis dahin gedauert hat.

Nachtrag am 28.7.: Wer einen richtigen Kameravergleich der Nex-5 lesen will, schaue hier bei Colorfoto. Der Gegner ist, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, keine Nex-6, sondern die – vor allem in der Rückeansicht – frappierend ähnliche Panasonic Lumix GX7. – Eine umfassende Kaufberatung für Systemkameras bietet Colorfoto hier.

Profiliga

Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/8s, ISO 3200, 40 mm
Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/8s, ISO 3200, 40 mm

Ist das nicht ein tolles Foto? Knackscharf, lebendige Farben, präzise abgebildet bis ins feinste Detail. Jeder Stein des Ponttors ist bis in die Poren zu erkennen. Und das bei freihändigem Fotografieren in tiefster Nacht. Trotz ISO 3200 rauscht da nichts. Toll, was Digitalkameras heute alles können, gell?

Aus meiner Sicht hat das schöne Foto nur einen Fehler: Es ist nicht von mir. Beziehungsweise nicht von meiner Kamera. Es stammt von James, meinem Couchsurfing-Gast übers Wochenende. Der Mann aus San Francisco entpuppte sich nicht nur als überaus freundlicher, gebildeter und angenehmer Zeitgenosse. Er hatte auch so ziemlich das Beste an Kamera dabei, was man heute als ambitionierter Amateurfotograf aus der Tasche (in seinem Fall ein Rucksack) ziehen kann: eine Canon EOS 5D Mark III mit 24-105-Millimeter-Zoomobjektiv. (Bilder und ein Video dieser Kombination gibt es hier bei CNet.)

Bei unserem obligatorischen kleinen Stadtrundgang am Freitagabend bot sich die spannende Möglichkeit, diese Spiegelreflex aus der Profiliga einmal mit meiner kompakten Sony Nex-6 zu vergleichen. Und plötzlich sah meine geliebte kleine Systemkamera, bei all ihren hier immer wieder lang und breit besungenen Vorteilen, zum ersten Mal ziemlich alt aus. So bildete sie dasselbe Motiv ab:

Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f1.8, 1/60s, ISO 3200, 32 mm
Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f1.8, 1/60s, ISO 3200, 32 mm

Zugegeben: Meine Kleine schlug sich eigentlich ganz wacker. Auf den ersten Blick – und im kleinen Vorschaubild oben – fallen beim Ponttor-Motiv die Unterschiede in der Bildqualität gar nicht einmal so sehr ins Gewicht. (Den Weißabgleich der Nex hatte ich auf „schattig“ gestellt, daher der Farbunterschied.) Auch war mit dem 32-Millimeter-Zeiss das beste Objektiv meiner Mini-Sammlung drangeschraubt, das zumindest auf dem Papier in puncto Lichtstärke mit seiner Blende 1.8 sogar Vorteile gegenüber dem riesigen Kit-Zoom der Canon mit seiner durchgängigen f4 hat. Hätte ich etwas abgeblendet, wären die Bildränder wohl auch etwas schärfer geworden.

Beim Heranzoomen ans Motiv – hier muss meine Festbrennweite natürlich passen – spielt die Profikamera dann aber natürlich die Stärken ihres Vollformat-Chips aus – ganz zu schweigen von der automatischen Bildstabilisierung:

Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/10s, ISO 3200, 105 mm
Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/10s, ISO 3200, 105 mm

Nun gut, irgendwo muss ja auch ein Unterschied zwischen einer Kamera-Objektiv-Kombi für 3500 bis 4000 Euro und einer für 1100 bis 1600 Euro sein. Hier dasselbe Motiv, wie es Letzere interpretierte:

Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f1.8, 1/60s, ISO 3200, 32 mm
Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f1.8, 1/60s, ISO 3200, 32 mm

Ich muss zugeben: Ich war ernüchtert. Wenn James und ich nach dem Fotografieren auf die Zoomtasten unserer Kameras drückten, lagen Welten zwischen dem, was die Displays zeigten. Da blieb mir meist nur ein „whow“.

Andererseits: Bei den besseren Bedingungen ein paar Stunden vorher im helleren Abendlicht lagen wir gar nicht einmal so weit auseinander. So sah die Canon den Blick auf den Hof…

 Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/30s, ISO 100, 50 mm

Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/30s, ISO 100, 50 mm

…und so die Sony:

Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f8, 1/15s, ISO 125, 32 mm
Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f8, 1/15s, ISO 125, 32 mm

Hier gefällt mir das Ergebnis der Nex sogar besser. Bei meiner Aachener Lieblingsperspektive sah die Sache dann wieder umgekehrt aus…

Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4.5, 1/40s, ISO 100, 35 mm
Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4.5, 1/40s, ISO 100, 35 mm

…denn das ist bei der Sony etwas dunkel geraten:

Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f4, 1/60s, ISO 100, 32 mm
Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f4, 1/60s, ISO 100, 32 mm

Keine Frage, you get what you pay for. Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen spielt die 5D in einer anderen Liga – und ihre Gegner an die Wand, dank Riesenchip und Bildstabi. Allerdings hat das Spitzengerät – abgesehen von seinem spitzenmäßigen Preis, für den man auch einen Gebrauchtwagen bekäme – noch einen gewichtigen Nachteil: Wuchtige 1,7 Kilogramm wiegt das wasserdichte Magnesiumgehäuse samt Objektiv, von den schieren Ausmaßen ganz zu schweigen. Dagegen tragen sich die 540 Gramm der Sony samt Touit-Objektiv geradezu von selbst. Wie lange ich eine 5D bei den Kölner Lichtern über Kopfhöhe hätte stemmen können, wage ich nicht zu ahnen – was im übrigen auch witzlos gewesen wäre, denn ein Klapp- oder Schwenkdisplay hat die Canon nicht.

Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/15s, ISO 100, 47 mm
Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/15s, ISO 100, 47 mm

Nimmt man so ein Trumm von Kamera überhaupt öfter als zwei- bis dreimal pro Jahr aus dem Schrank? Das muss jeder selbst wissen.

Wer seine Bilder in Postergröße an die Wand hängen möchte, ist mit dem 22-Megapixel-Sensor der EOS natürlich besser bedient als mit den 16-Megapixeln der Sony. Wem es dagegen genügt, seine Bilder in digitaler Form anzuschauen, wird selten mehr als rund 2000 Pixel Breite brauchen – und dürfte bei der überwiegenden Mehrzeit der Standardmotive mit dem kleineren APSC-Sensor gar nicht so schlecht fahren.

Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f6.3, 1/25s, ISO 250, 32 mm
Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f6.3, 1/25s, ISO 250, 32 mm

Auch bei etwas schwummerigeren Beleuchtungsverhältnissen, in denen es eher auf Stimmung und Farben ankommt, sind sowohl Canon…

Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/10s, ISO 100, 32 mm
Canon EOS 5D Mark III mit 24-105mm, f4, 1/10s, ISO 100, 32 mm

…als auch Sony in der Lage, reizvolle Bilder zu erzeugen:

Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f2.8, 1/60s, ISO 640, 32 mm
Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f2.8, 1/60s, ISO 640, 32 mm

(Ich erlaube mir bei dieser Gelegenheit, euch den exzellenten Flammkuchen des La Jeunesse in der Pontstraße wärmstens ans Herz zu legen.)

Was bleibt nach diesem Spaziergang unterm Strich stehen? Die Unterschiede zwischen der Spiegelreflex-Profiliga und einer Edelsystemkamera können selbst bei Alltagsmotiven erheblich sein. Müssen es aber nicht, vor allem nicht bei Schnappschüssen unter normalen Bedingungen. Bei ernsthaft künstlerischem oder professionellem Anspruch, ob Landschafts- oder Sportfotografie, dürfte die Vollformatkamera natürlich ruckzuck in unerreichbare Sphären abheben.

Sollte es also einmal ein paar Tausender auf mein Konto regnen…

….ach nein, dann buche ich lieber einen Flug nach Asien. Nepal vielleicht nochmal, Kambodscha oder Vietnam. Und die Nex stecke ich in den Rucksack. Tolle Fotos bestehen ja doch nur zum Teil aus dem, was Technik und Fotograf hinter der Linse zustandebringen. Der Rest ist immer noch das, was sich davor abspielt.

Schnuckelvergleich

Kollege Amien schaut in der Onlineredaktion vorbei, seine Olympus OM-D in der Hand, Modell E-M10. Ein hochinteressanter und bildschöner Vertreter der Micro-Four-Thirds-Klasse – mit der älteren Schwester E-M5 hatte ich im Verlauf meines nicht enden wollenden Kamerakaufmarathons im Sommer 2013 auch geliebäugelt. Am Ende wurde es, ich erwähnte es vielleicht schon einmal, ja Sonys Nex-6. Da werden die beiden Schnuckel doch gleich mal zum Vergleich nebeneinandergelegt.

Vergleich161214

Dafür, dass sie Konkurrenten in derselben Publikums- und Preisklasse sind (die Olympus OM-D E-M5 war vor zwei Jahren allerdings nochmal runde 200 Euro teurer, wenn ich mich recht erinnere), könnten diese beiden Systemkameras unterschiedlicher kaum sein. Die Olympus glänzt im klassischen Retro-Design der OM-Serie aus den 70er-Jahren – noch klarer kommt das bei der silber-schwarzen Variante zum Tragen – mit Sucheraufbau in Pentaprisma-Optik.

Sie setzt auf ein deutlich anderes Bedienkonzept: Ihr Gehäuse ist dicht besetzt mit Rändelrädchen und Mini-Tasten für diverse Funktionen. Die Sony-Designer verfolgten dagegen eine nüchtern-kantige, reduzierte Designlinie. Bei ihr muss man deshalb öfter mal ins – leider nicht allzu übersichtliche – Menü. Wer gerne „von Hand“ fotografiert, wird an den vielen manuellen Einstellmöglichkeiten der E-M10 jedenfalls seine helle Freude haben.

Bei der Olympus sitzt zudem der Stabilisator in der Kamera, ist also grundsätzlich verfügbar. Bei der Sony muss ihn das Objektiv mitbringen – was zur Folge hat, dass ich etwa mit dem abgebildeten Zeiss Touit gar keine Bildstabilisierung habe, weil der Objektivhersteller keine eingebaut hat. Dafür ist das kompakte Gehäuse der Nex, vor allem mit aufgesetztem Pancake-Objektiv, deutlich jackentaschenfreundlicher.

Was mir an der E-M10 sofort gefällt, ist der große Touchscreen. Einen Fokuspunkt per Fingertipp zu setzen, ist so viel einfacher, als ihn bei der Sony über die Flexible-Spot-Funktion mit dem Steuerrad in die richtige Bildschirmecke zu flippern. Es bleibt mir ein Rätsel, warum Sony seinem Oberklassenmodell – wie auch dem aktuellen Nex-6-Nachfolger Alpha 6000 – dieses in jedem Billig-Smartphone verbaute Ausstattungsmerkmal vorenthält, während die Einsteigerklasse von Nex-5 und Alpha 5000 es seit Jahren an Bord hat. Ein Touchscreen würde auch die Bedienung des Menüs enorm vereinfachen, ganz zu schweigen vom Eintippen der Bildbeschriftungen bei der Direkt-Upload-Funktion von Bildern zu Facebook oder Flickr. Die ich im übrigen aus genau diesem Grund auch nur zweimal genutzt habe: zum ersten und zum letzten Mal.

Gemeinsam ist beiden Kameras die Auflösung des Sensors mit rund 16 Megapixeln. Der MFT-Chip der Olympus ist dabei allerdings 17,3 x 13 Millimeter groß, der APS-C-Sensor der Sony hat 23,5 x 15,6 Millimeter, so wie die meisten Spiegelreflexkameras. Für mich war das damals eines der ausschlaggebenden Kriterien, denn die Sensorgröße hat direkten Einfluss auf Lichtstärke und Bildqualität. Nicht, dass bei Vergleichsfotos im Netz die Olympus einen schlechteren Eindruck gemacht hätte.

Vergleich161300

Auch WLAN haben beide an Bord, sowie eine ganze Palette an Extrafunktionen für Spezialeffekte und Bildbearbeitung. Einen ganz großen Unterschied macht die Handhabung: Der schlanke Olympus-Body mit seiner schmalen Griffkante an der Vorderseite lässt sich zwar beim Fotografieren grundsätzlich gut halten. Bei längerem In-der-Hand-durch-die-Gegend-Tragen wäre das filigranere, knöpfchenübersäte Gehäuse für meine großen Hände aber zu fisselig. Vor allem mein Daumen findet kaum Ablagefläche (was natürlich auch eine Frage der Gewöhnung sein kann).

Der glatte Sony-Korpus mit seinem weit hervorstehenden Griff hält sich dagegen fast wie von allein und ist, auch mit etwas größeren und schwereren Objektiven, sehr angenehm ausbalanciert. Die Kamera hängt sich geradezu selbst an die Fingerspitzen meiner rechten Hand. Bei längeren Wanderungen habe ich das immer als überaus angenehm empfunden und darum auch bis heute nur eine Handschlaufe zur Sicherung angebracht.

Ein interessanter Vergleich also, auch wenn der Eindruck bei der Handvoll Minuten, die wir Zeit haben, natürlich ein arg oberflächlicher bleiben muss. Der Wunsch, meine Sony morgen bei Ebay einzustellen, kommt mir jedenfalls nicht – was auch gut ist, denn wer sich einmal für eine Kameramarke oder Klasse entschieden und Geld für Objektive ausgegeben hat, ist erst einmal festgenagelt.

Aber der kurze Blick auf die Konkurrenz zeigt mir doch, wie reizvoll die Alternativen zu meiner Wunschkamera sind. Und wie dicht die Spitzenmodelle einerseits beieinander liegen und doch so unterschiedlich sind. Sowie, zuguterletzt: Dass das nächtelange Grübeln vor zwei Jahren über ungezählten Kamerablogs, Fotomagazinen und Vergleichstabellen im Netz doch nicht in einer krassen Fehlentscheidung gemündet hat.

Nächtliches Theater

Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f22, 25s, ISO 100
Sony Nex-6 mit Zeiss Touit 1.8/32, f22, 25s, ISO 100

Oben: Ein erster Versuch mit Langzeitbelichtung.

Unten: der Versuchsaufbau. Die „Touchless Shutter“-App der Sony ist schon nett: Man wedelt mit der Hand vor dem Annäherungssensor am Sucher (der von Display auf Sucher umschaltet, sobald man die Kamera ans Auge hält) und betätigt so den Auslöser. Keine Erschütterung, kein Warten auf den Selbstauslöser, kein Gefummel mit irgendwelchen Kabeln oder Fernsteuerungen. Danke, Sony.

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Im Venn am Ende

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Wolken stehen am Himmel über dem Hohen Venn, als ich hinter Andreas über die schmalen Wege und wippenden Holzstege herbalanciere. Auf meinem Rücken der Fotorucksack, im Anschlag die Sony Nex-6, denn dies ist so etwas wie eine Fotosafari. Andreas ist einer der besten Fotografen, die ich kenne, und er hat netterweise angeboten, mit mir auf Motivpirsch in seine heimatliche Eifel zu gehen. Also habe ich an Ausrüstung eingepackt, was ich an Wechselobjektiven (3) und Stativen (1) im Schrank habe und mich auf den Weg nach Imgenbroich gemacht. Das nahegelegene Steinley-Venn bei Konzen soll als Übungsgelände herhalten – und dass das belgische Militär gelegentlich Ähnliches vorhat, kann uns nicht von unseren Plänen abbringen.

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The spirits are high, sagt man auf Englisch so schön, während wir uns immer weiter von der Zivilisation entfernen. Nur die Sonne tut uns leider nicht den Gefallen, die Szenerie in güldene Strahlen zu tauchen. Der Himmel ist durchgängig bewolkendeckt, das Licht schwammig und indifferent. Macht eigentlich nichts – das Venn ist bei jedem Wetter malerisch, je nach Sonne und Jahreszeit sieht die Landschaft an keinen zwei Tagen gleich aus. Hier müssen sich doch Motive ohne Ende bieten!

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Doch je öfter ich aufs Display der Nex gucke, desto mehr wird mir klar, dass ich nichts sehe. Es liegt nicht an der Kamera: Das 30-mm-Objektiv von Sigma produziert bekanntlich knackscharfe Fotos, das 16-50-mm-Kitobjektiv sollte vom Weitwinkel bis zum Porträt brauchbare Bilder hinkriegen und als Geheimwaffe habe ich noch ein altes analoges 50-mm-Rokkor im Köcher, das mit seinem Adapter umgerechnet etwa 75 Millimeter Kleinbildäquivalent produziert. Dass bei alledem nichts Begeisterndes oder auch nur Befriedigendes rauskommt, liegt am Auge des Menschen, der durchguckt.

6049-Holzstueck-sw

Denn mal abgesehen von einigen wenigen offensichtlichen Eyecatchern wie diesem zerfratzten Balken an einem ausgemusterten Holzsteg springt mir nichts Fotografierenswertes ins Auge. Und während sich Andreas über den moosigen Boden an seelenvoll aus dem Sumpf ragende Schachtelhalme heranrobbt, bleibt mein Kameramonitor leer. Ich sehe einfach nicht, was das Fotografenauge sieht. Als ich später Andreas‘ Ausbeute anschaue, wird mein Gefühl nur noch bestätigt. Klar, er hat Ausrüstung für viele tausend Euro dabei, aber das alleine kann es nicht sein.

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Es wird ein schöner Spaziergang durch eine tolle Landschaft. Aber er lässt einen ratlosen Marc mit nassen Schuhen zurück. Wie trainiert man sich ein fotografisches Auge an? Eins ist offensichtlich, das traditionelle Rezept der Digitalfotografie – „hundertmal leicht unterschiedlich draufhalten, ein Schönes wird am Ende dabeisein“ – funktioniert nicht, wenn man wirklich etwas Spezielles produzieren will. Ich habe das Gefühl, bei Null anfangen zu müssen: Bildbeschnitt, Winkel, Licht und natürlich Brennweite, Blende und ISO-Zahl, das alles will beherrscht werden. Hier im Venn bin ich nicht nur am Ende dessen angekommen, was die so geliebte Programmautomatik der Kamera hergibt, sondern auch am Ende dessen, was ich bis jetzt fotografisch auf die Beine gestellt habe. Es war ein Tag, der mir die Augen öffnete – und sie sahen, dass sie nichts sahen.

Alea iacta est

Ich kann mich nicht erinnern, mich in meinem Leben mit einer Entscheidung – also: Kaufentscheidung – schon einmal so schwer getan zu haben, wie jetzt mit der Wahl der neuen Kamera. Was ich in den langen Nächten der vergangenen Wochen gelernt habe: Die Recherchemöglichkeiten im Netz sind mittlerweile schlicht umwerfend. Klar, ausführliche Tests, Erfahrungsberichte und Youtube-Videos gibt es zu jedem Modell en gros. Was ich dagegen bis dato noch nicht kannte, sind interaktive Vergleiche, etwa bei DPReview, wo man die Leistungen seiner Wunschkamera im Vergleich zu anderen Modellen in übersichtlichen Balkengrafiken präsentiert bekommt.

2013_07_28_DPReview Screenshot

Oder die Snapsort-Datenbank, wo die Vor- und Nachteile fast jeder aktuellen Kamera stichwortartig mit denen jeder anderen verglichen werden kann.

2013_07_28_Snapsort Screenshot

Und wenn es um die Jackentaschentauglichkeit geht, hilft Camerasize, wo alle Modelle aus jeder Perspektive nebeneinander gestellt werden können. Natürlich jeweils mit einer ganzen Palette passender Objektive, man will ja objektiv sein und nicht ein Tele mit einem Pancake vergleichen.

2013_07_28_Camerasize Screenshot

Es gibt also wirklich keine, aber auch gar keine Notwendigkeit mehr, sich vom heimischen Schreibtischstuhl zu erheben, um sich für eine Kamera zu entscheiden. Fehlt eigentlich nur noch ein Fotografiersimulator, mit dem man seine Wunschmotive in einem ausgesuchten Kameramodell künstlich erzeugen kann – dann bräuchte man seine Wohnung nicht mal mehr zum Knipsen zu verlassen.

Okay. Durchatmen. Also. Ich habe mich entschieden.

Earlier this year, I made a pretty drastic change in my camera set up. I left behind my trusty Canon DSLR, and the lenses and accessories that had served me well for six years, and I picked up a Sony NEX-5N mirrorless camera. (Dan Seifert, auf The Verge)

Zuerst mal: Es wird keine Spiegelreflexkamera.

Da ich die Sony NEX-6 zu meiner Hauptdigitalkamera zu adeln gedenke, (…) (Stephan Spiegelberg, in Nach einer Woche mit der Sony NEX-6)

Was mir bei der Entscheidung half, waren die diversen Statements von teils sehr bekannten Fotografen, die ihre Mittelklasse-DSLRS für Systemkameras aufgegeben haben. Gut, die High-End-Modelle mit Vollformatsensor bleiben eine Klasse für sich. Jedenfalls noch für eine Weile.

Is the Sony NEX-7 WAY better than the my previous camera, the Nikon D800? No. Is it better enough to switch? Definitely. (Trey Ratcliff, in Hello Sony. Goodbye Nikon. The story of why I am switching from Nikon to Sony.)

Aber dem Argument „die besten Fotos macht man mit der Kamera, die man mit hat“ können sich auch die besten Fotografen offenbar nicht verschließen.

„(…) the NEX-6 might be my favorite mirrorless camera yet. It’s certainly the first one I’ve tried that feels like it could replace my DSLR (…)“ (David Pierce, auf The Verge)

Vielleicht werde ich mir dann irgendwann auch noch eine Spiegelreflex zulegen. Wenn die NEX einmal meine Ansprüche nicht mehr erfüllt.

Die Nex hat auch mein fotografisches Leben total umgekrempelt. (…) Also 5N im Kit gekauft (…) Kurze Zeit später war alles Nikonequipment im Biete-Bereich zu finden. Das war zwar ein ziemlich harter Cut, aber ich würde es jederzeit wieder so machen. (User cp995 im DSLR-Forum)

Und wenn es dann noch Spiegelreflexkameras gibt. Wer weiß. Vor zehn Jahren haben ja auch die meisten von uns noch mit Rollenfilm fotografiert.