Hansemann

Sony A7II mit Carl Zeiss Jena Flektgon 2.8 35 Exakta
Sony A7II mit Carl Zeiss Jena Flektgon 2.8 35 Exakta

David Justus Ludwig Hansemann (* 12. Juli 1790, † 4. August 1864) war Kaufmann und Bankier. Ausgehend vom Wollhandel förderte er den Eisenbahnbau und gründete Versicherungen und Banken, darunter mit der Disconto-Gesellschaft eines der wichtigsten deutschen Kreditinstitute im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Hansemann war einer der bekanntesten liberalen Politiker in der preußischen Rheinprovinz. 1848 war er als Finanzminister einer der führenden Politiker der preußischen Märzregierungen.

Hansemann gründete verschiedene Unternehmen in Aachen, darunter 1824 die gemeinnützige Aachener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft. Die Hälfte des jährlichen Gewinns der Versicherung wurde durch den von ihm 1834 gegründeten Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit für soziale Zwecke verwendet. Unterstützt wurden über vereinseigene Spar- und Prämienkassen vor allem Kindergärten und Schulen, Selbsthilfeorganisationen für Bedürftige sowie die Gründung von Waisenhäusern und der soziale Wohnungsbau. Diese Einrichtungen gehörten zu den ersten konkreten Umsetzungen bürgerlicher Sozialreformgedanken überhaupt.

Nach seinem Tod wurde 1884 der Aachener Kölntorplatz in Hansemannplatz umbenannt. Am 30. September 1888 wurde dort ein vom Bildhauer Heinz Hoffmeister errichtetes David-Hansemann-Denkmal eingeweiht, das bis heute erhalten ist.

Nach: Wikipedia

Lesezeit

Sony A7II mit Meyer Optik Orestor 2.8 135, F2.8, 0,3s, ISO 100
Sony A7II mit Meyer Optik Orestor 2.8 135, F2.8, 0,3s, ISO 100

Wie viele Leute fragen sich wohl täglich, welches Werk das Mädel vor der Mayerschen da seit Jahrzehnten so fesselt: Das Parfüm? Das Geisterhaus? Der Name der Rose…?

Heute, im letzten Abendlicht der Blauen Stunde, kam mir endlich die Erleuchtung: Natürlich! Die Unendliche Geschichte.

Grashüpfer

Sony A7II mit Pentacon 2.8 135, 1/125s, ISO 400
Sony A7II mit Pentacon 2.8 135, 1/125s, ISO 400

Aus unserer Serie „Öcher Figürchen“ heute ein schwererer Brocken – oder ist es ein Grashüpfer? Wo reckt er seine Fühler in den regnerischen Abendhimmel?

Öcher Figürchen

Sony A7II mit Carl Zeiss Jena Prakticar 3.5 135, F16, 30s, ISO 50
Sony A7II mit Carl Zeiss Jena Prakticar 3.5 135, F16, 30s, ISO 50

Wo man schon mal da war, konnte man sich auch gleich mal nach Öcher Figürchen für die Serie im Blog umgucken. Und siehe da…

(Die kleine goldene Dame schaut über dem Eingang in der Körbergasse 6 durch ihr Gitterchen.)

Antonius wacht

Carl Zeiss Jena Vario-Prakticar 4 80-200, F8, 8s, ISO 125
Carl Zeiss Jena Vario-Prakticar 4 80-200, F8, 8s, ISO 125

Das Zoomobjektiv Vario-Prakticar 4 80-200 von Carl Zeiss Jena war der Traum jedes Amateurfotografen in den letzten Jahren der DDR. Ein fast immer unerfüllbarer Traum: Zum einen wanderten die allermeisten der nur etwa 4800 ab 1987 gebauten Exemplare als Devisenbringer in den Export – und die im Lande gebliebenen waren mit einem Kaufpreis von 2570 Mark für den Normalkonsumenten eh so gut wie unbezahlbar. Das Vario-Prakticar (das mit M42-Gewindeanschluss Vario-Pancolar hieß) war eines von nur zwei Zoomobjektiven, die zu DDR-Zeiten gebaut wurden und die praktisch letzte in nennenswerten Stückzahlen gebaute Eigenentwicklung überhaupt.

Ein Exemplar der einstigen Wunderlinse – die übrigens ihrem westdeutschen Cousin Zeiss 4 80-200 aus der Contax/Yashica-Serie verblüffend ähnelt, innerlich aber mit einer zusätzlichen Planplatte leicht anders aufgebaut ist – hat gestern aus dem ostpolnischen Bialystok ihren Weg zu mir gefunden. Angeblich noch nie benutzt. Heute Abend durfte sie am Rande des Aachener Weihnachtsmarktes zeigen, was sie kann. Ich würde sagen, dass sie sich nicht hinter ihrer Westverwandtschaft zu verstecken braucht.

Von großem Glück in engen Gassen

_DSC1634-Lesende---Flektogo

Auf die Gefahr hin, für senil gehalten zu werden*, drängt es mich doch nochmal dazu, mein Glück in die Welt hinauszubloggen. Dem Glück nämlich, an einem Ort sein zu dürfen, an dem ich sein möchte. Zehn Jahre ist es in diesen Tagen her, dass in mir der Wunsch aufkam, in Aachen zu leben. Es waren Sommertage wie diese und es war eine Stimmung in den engen Gassen rund um Dom und Rathaus wie jetzt, als ich merkte, dass ich mich in die kleine große Stadt im äußersten Westen verliebt hatte. Und gerne ein Teil von ihr wäre.

So weit, so romantisch-harmlos. Nein, zugegeben: so kitschig. Wenn man aber in diesen Tagen mit der Kamera und offenen Augen durch diese Gassen geht, muss man gar nicht so weit schauen, um daran erinnert zu werden, dass so ein Glück nicht jeder von uns spüren darf. Ich hatte in den vergangenen Monaten selbst regelmäßig mit Menschen zu tun, die weiß Gott nicht freiwillig und aus Begeisterung nach Aachen gekommen sind. Und die eine weit, weit längere Anreise hatten als der Schreiber dieser Zeilen, den es seit seiner Geburt nur rund 380 Kilometer weit von Oldenburg her geweht hat.

_DSC1631-Hofkolonnade

Menschen aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Ländern, in denen Mörder mit Maschinengewehren darüber bestimmen, wer leben darf und wer sterben muss. Menschen, die mit Ach und Krach ihr nacktes Leben retten konnten und ihre Existenz nur in einem Koffer dabei hatten. (Und sich hierzulande dann noch dafür beschimpfen lassen mussten, auch ihr Smartphone aus den Trümmern ihrer Heimat gerettet zu haben.)

_DSC1617-Weissblumenbiene

An schönen Tagen wie diesen, wenn man gemütlich unter den römischen Kolonnaden im Hof seine Apfelschorle durch den Strohhalm zieht: Dann darf man, wenn man schon nichts an den Dingen ändern kann, die Menschen aus den Orten treibt, an denen sie geboren wurden und an denen sie alt zu werden geplant hatten, dann darf man wenigstens sich selbst noch einmal daran erinnern, wie groß und kostbar dieses Glück ist, selbst entscheiden zu dürfen, wo man ist und sein möchte.

_DSC1618-Nazifortpflanzung

*Also: ein weiteres Mal für senil gehalten zu werden. Zum wievielten Mal, weiß ich nicht. Man selbst bekommt ja in diesem Zustand gnädigerweise von den Wiederholungen nicht mehr so viel mit.

* * * * *

Und zum Schluss, es muss leider sein, noch das übliche technische Kleingedruckte, das sich hier leider nicht kleiner drucken lässt dank des Plugins TinyMCE endlich auch klein drucken lässt (danke für den Tipp, liebe Uschi!). Beim obigen Fotospaziergang durch das Weichbild der Stadt durfte mal wieder das „neue“ Weitwinkel ran. Das Carl Zeiss Jena Flektogon 2.8 20 aus DDR-Produktion lag seit dem Kauf meist in der Vitrine – die äußersten Ecken sind halt doch nicht ganz so scharf wie beim Canon FD 2.8 20. Aber es ist deutlich kompakter, kommt bis auf unfassbare 19 Zentimeter nah (!) ans Objekt ran und macht tolle Farben. Flektogons – auch das berühmte 2.4 35 Millimeter – gelten als fotografische Ein-Mann-Armeen. Kann ich bestätigen. Das Ding darf in Zukunft wohl öfter mal raus.