Neues aus China (Update)

Vor ein paar Tagen habe ich über den chinesischen Journalisten Shi Tao geschrieben, der in seiner Heimat zu zehn Jahren Haft verurteilt worden ist. Sein eigener E-Mail-Dienstleister Yahoo! hatte den Behörden seine Identität verraten.

Dagegen kann man ein wenig mehr tun, als sich zu ärgern und seinen Yahoo!- oder Flickr-Account zu kündigen, wie es von einigen Bloggern gefordert und praktiziert wird. Neben der Button-Kampagne „boo Yahoo“ (ich verlinke jetzt nicht darauf, weil die Seite defekt zu sein scheint) läuft auch bei Amnesty International eine Aktion, bei der man eine Online-Petition für Shi Taos Freilassung unterschreiben kann.

Auf der Seite steht noch ein wenig mehr über die Umstände der Verhaftung des 37-jährigen Journalisten und Autors. Sein Verbrechen: Er hatte einer amerikanischen Nichtregierungsorganisation in einer Mail berichtet, dass die chinesische Regierung Journalisten davor gewarnt hatte, zum 15. Jahrestages des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens zu berichten. Das Gericht wertete dies als Verrat von Staatsgeheimnissen.

Bisher haben 6.487 Menschen unterschrieben. Vielleicht kommen ja noch ein paar Adressen aus dem Großraum Aachen dazu. Shi Tao würde sich vielleicht darüber freuen.

[via Don Alphonso im Rebellmarkt]

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