Sprit-Entwarnung

Ich wieder. Kaum habe ich mich entschieden, Golfi in einen Gasbrenner zu verwandeln, purzeln die Spritpreise. Nach der Arbeit bin ich noch schnell bei Real an der Breslauer Straße vorbeigefahren. War das voll. Erst dachte ich, die Autos auf der Zufahrt wollten alle auf den Parkplatz… dann stellte sich heraus: Es war die Schlange zur Tankstelle. Die halbe Auffahrt hoch, auf beiden Spuren.

Der Grund war etwa zehn Minuten später zu erkennen, als ich endlich so nahe an die Tanke herangekrochen war, dass ich die Schilder erkennen konnte: Gnadenloser Preisverfall, der Liter Normal für 1,259. Ein Tanklastzug füllte gerade nach, um dem Ansturm Herr zu werden. Zum Vergleich: Die hier im Blog bereits sattsam bekannte Shell-Tanke an der Stolberger Straße (Spitzenwert 1,469 für Normal am 7. November) nahm heute immer noch 1,359, andere Tanken im Aachener Stadtgebiet 1,299.

Da eh keine Chance bestand, dass jemand aus der Tankenschlange auf der linken Spur mich von der rechten Spur aus hereinlassen würde (bei Leuten, die 30 Minuten und länger im eigenen Saft geschmort haben, kann ich das auch durchaus verstehen), habe ich geduldig gewartet, bis ich wieder freie Fahrt hatte und wollte dann um die Tankstelle herum wieder in Richtung Ausgang fahren. Doch siehe da: Die beiden hinteren Säulen lagen verlassen da, die Tankenschlange verteilte sich immer nur auf die vorderein drei Zapfanlagen.

Nun hasse ich ja Leute, die sich an Wartenden vorbeidrängeln, wie die Pest. Vor allem, weil ich selbst immer derjenige bin, der schön brav und doof wartet. Aber diesmal wäre keiner der in der Schlange Stehenden auch nur ein Minütchen schneller gewesen, wenn ich an den leeren Säulen vorbeigefahren wäre. Außerdem hing an einer der Säulen ein Zettelchen „Außer Betrieb“, das sich dann aber nur auf den Super-Plus-Rüssel bezog. So habe ich mit rabenschwarzem Gewissen getankt, immer in Angst, ein tobender Lynchmob würde von der Zufahrtstraße her auf mich losstürmen.

51,13 Liter für 64,37 Euro. Mit den derart gesparten fünf Euronen konnte man anschließend beim Heckflossenstammtisch glatt ein zweites Erdinger Alkoholfrei (eine Sorte, für die ich nur zu gerne Blogwerbung mache) ordern.

A propos. Wie Dirk verkündete, hat der VDH hat übrigens ein interessantes Problem. Das Mercedes-Oldtimercentrum lagert demnächst einen größeren Posten Blechteile aus, unter anderen tausende von Türen für Baureihen wie R107, W116, W108 und W123. Die kann der Club günstig übernehmen – aber selbst wenn man sie eng aneinanderstapelt, sind es immer noch etwa 1,2 Regalkilometer Blech. Gut, dass ich keine Garage habe – bei meinem Hang zu selbstloser Hilfsbereitschaft. Ich wieder.

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