Nachtgedanken

Zugegeben. Es war wirklich ein 1 a Sonnenuntergang. Gleißendes Licht und hochrot funkelnde Lohe, um es mit den Worten des Adson von Melk im Namen der Rose zu sagen. Siehe, Dämmerung fiel über den Lousberg, und ehe die Nacht gänzlich hereinbrach, ward Aachen ins goldene Licht der sterbenden Sonne getaucht. Sei’s drum. Für mich war es trotzdem ein lausiger Tag.

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Und das lag nicht an der ersten Hälfte, denn die war produktiv – unsere Internetrallye Netrace geht in die nächste Runde, und das Meeting am Mittag war wie erwartet konstruktiv und angenehm.

Es lag auch nicht an der zweiten Hälfte, denn die bestand im wesentlichen aus zeitintensivem, aber im ganzen doch recht befriedigendem Basteln einer Sonderseite zu eben jenem Netrace. Das Ergebnis ist übrigens in der Donnerstagsausgabe zu bewundern, Seite 16.

Nein, was mir den Tag restlos versauert und die zweite Hälfte in weniger güldenes denn dunkelgraues Licht getaucht hat, war ein heftiger Windstoß gegen 13 Uhr. Noch heftiger als die anderen, die den ganzen Nachmittag lang durch die Stadt fegten.

Dieser eine aber war so stark, dass er es schaffte, im Ostviertel eine geparkte Suzuki XF 650 Freewind umzukippen. Die fiel dann ihrerseits auf die daneben stehende Yamaha XT 600, deren Seitenständer sich wie ein Dolch… ach, seht selbst.

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So. Jetzt darf ich mich mit der bekanntermaßen serviceorientierten deutschen Versicherungsbürokratie und den ebenso bekanntermaßen selbstbewussten Ersatzteilpreisen japanischer Zweiradhersteller herumschlagen.

Wie gesagt, der Rest des Tages war in Ordnung. Anscheinend hatte das Wetter zumindest zum Feierabend ein richtig schlechtes Gewissen mir gegenüber, angesichts des Anblicks, mit dem sich dieser Mittwoch aus meinem Leben verabschiedete.

Klickt das Bild (das obere!) ruhig mal an, damit wenigstens Eure Laune sich etwas hebt. Und damit gute Nacht.

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