Fliegertraum: Traumflieger

Mancher träumt vom Eigenheim. Oder zumindest einer Eigentumswohnung. Andere vom dicken BMW X-5 Nichtgeländewagen, von einer Suzuki Hayabusa oder einem Haflingerpony. Ich komme bei so einem Anblick ins Träumen.

Dornier S-Ray
Foto: Dornier

Die neue Dornier S-Ray. Zwei Sitzplätze, Leergewicht 400 Kilo, Zuladung 250 Kilo, Carbon-Composite-Zelle, Einziehfahrwerk, Rotax-Vierzylinder, Flügel innerhalb weniger Sekunden anklappbar. Das perfekte Reisegerät – damit einmal runter nach Afrika, wie wär’s?

Wenn man übrigens beim Hersteller anruft, um zu fragen, ob man die Fotos auf der Firmen-Homepage für sein Blog haben darf, wird man direkt zum Chef persönlich durchgestellt: Iren Dornier, dessen Großvater Claude 1921 das Vorbild baute.

Dornier Libelle
Foto: Wikipedia

Die „Libelle„. Eines der ersten Flugboote überhaupt. Mit zukunftsweisenden Details wie den typischen Dornier-Stummelflügeln anstelle von zerbrechlichen Stützschwimmern. Der Treibstoff wurde aus dem Haupttank im Rumpf über eine vom Fahrtwind angetriebene Pumpe in einen Falltank hinter dem Motor gefördert. Und wer sich fragt, ob die 100 PS des Rotax 912 in der S-Ray mit den 650 Kilo Abbfluggewicht zurechtkommt, dem sei gesagt, dass dem Original 85 PS genügten.

Praktisch seit ich lesen kann, faszinieren mich Flugboote und Wasserflugzeuge. Meine Traummaschine war immer die elegante Dornier Do 18. Es ist begeisternd, dass nach dem Ende des Traditionswerks Dornier im Jahr 2005 wieder ein Flugboot mit diesem Namen fliegt.

Über den Kaufpreis der S-Ray, die zuerst Stingray (Stachelrochen) heißen sollte und aus rechtlichen Gründen umbenannt werden musste, steht nichts auf der Webseite. Was vielleicht auch besser ist. So kann ich noch ein Weilchen träumen.

(Der Chef hat auf meine Frage übrigens ja gesagt und war, obwohl im Hintergrund heftiger Produktionslärm zu hören war und tausend Leute etwas von ihm wollten, sehr freundlich.)

Ach ja: Eine Biografie von Iren Dornier gibt es hier beim Stern. Mit Fotogalerie. Sehr lesenswert.

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