Mühsame Werterhaltung

Als Alltagswagen fahren kann ich den Wagen angesichts der fürchterlichen Steuer nicht mehr – zumal Ende 1999 der Pilotenschein ein noch viel fürchterlicheres Loch in meine Kasse gerissen hat. Ich gurke daher mit dem alten roten VW Golf II Automatik herum, den mir mein Vater geliehen hat:

benni17

Das Jahr 2000 steht im Zeichen des wieder mal fälligen TÜVs und diverser kleinerer Reparaturen.

Am 27. Juni (270.400 km) wird der Wagen mit Kurzzeitkennzeichen angemeldet. Wie kaum anders zu erwarten, hat der TÜV einiges zu meckern. „Erhebliche Mängel“ sind diesmal: Bremse hinten, Lenkspiel, Batteriebefestigung, Reifenprofil, Rost.

Noch am selben Tag beginnt die große Reparatur. Geschweißt werden: Schwellerende links hinten, Radlauf-Enden (beide), Reserveradmulde, Abschlussblech unter Stoßstange hinten, Stehblech Motorraum und zwei Löcher im Auspuff.

Bremsflüssigkeit und Kühlwasser kommen neu, das Getriebeöl ist noch okay. Bremsscheiben und Beläge hinten werden erneuert; die waren noch von 1994/190.000km. Die Lenkung wird nachgestellt. Zwei neue Reifen (Kleber, 299,- DM inklusive Montage) werden bei Stinnes Bielefeld aufgezogen. Dazu aller möglicher Kleinkram.

Die Wiedervorführung am Folgetag verläuft mal wieder ohne Beanstandung.

Jetzt wollen wir aber auch mal ein kleines bisschen fahren! Am 10. Juli wird der Wagen wieder „richtig“ angemeldet (Kilometerstand etwa 271.400). Die folgenden vier Wochen sind erfüllt von munterem Herumgeschraube und Besorgungen von Ersatzteilen. Eine Stichwortliste: AHK-Steckdose gerichtet, Fahrertür-Zierleiste befestigt, Türzapfen neu justiert, dritte Bremsleuchte angeklebt, neuer Keilriemen der Lichtmaschine, neuer Verstärkungsflicken auf Fahrerfußmatte geklebt, neues 230CE-Schild, Kraftstofffilter neu (beide), neuer Lenkstockschalter, neue Schaltkulissen-Holzblende in Mittelkonsole, Überblendregler in Mittelkonsole eingebaut, Sitzheizung angeschlossen (vergeblich), Heck-Abschlussblech lackiert, Kofferraum-Seitenwanne mit Rostumwandler behandelt, Luftfiltergehäuse von Siggi schwarz überlackiert, Kopfstütze des Beifahrersitzes neu befestigt, neues gebrauchtes Intervallrelais für Scheibenwischer eingebaut, gebrauchtes Lederlenkrad eingebaut, verchromtes Lüftungsgitter an der Motorhaube gewechselt, Sitzheizung nochmal angeschlossen (wieder vergeblich), zwei neue Gummis am Auspufftopf, Kofferraum-Seitenwanne nach Rostumwandlung lackiert.

Der Wagen dankt es nicht wirklich: Am 10. August (273.600 km) gibt es wieder eine Panne. Zwischen Bielefeld und Osnabrück kommt heftiges Schlagen von der Hinterachse. Das Coupé wird vom ADAC zu Siggi H. geschleppt. Ursache ist ein Schaden an der (rechten?) Gelenkwelle.

Vorbei, vorbei, das Jahr. Am 17. August erfolgt mal wieder die Abmeldung.

Am 29. Juli ist noch ein kleines Malheur passiert. Bei einem Besuch bei Peter O. in Egelsbach bringen ich und Christof einen „Ameisen“-Hubwagen auf einem Anhänger mit. Beim Auskuppeln des Anhängers schlägt die Deichsel eine dicke Beule in den Kofferraumdeckel.

Die Delle wird später ausgebessert, die Lackiererei D. versetzt den Deckel wieder in frisches Moorbraun. Dabei wird gleich mal der Spachtelschaden unter dem „D“-Schild korrekt ausgebessert. Wenigstens zahlt Christofs Versicherung ohne Probleme.

Mitte Dezember wird Kraft für einen neuen Anlauf gesammelt: Eine neue (gebrauchte) Kardan(?)welle, ein Getriebeflansch (hatte das nicht 1996 Jens K. ausgewechselt?), eine neue (neue) Gelenkscheibe. Ventile werden eingestellt. Das Getriebeöl komt neu. Die Antriebswelle (ein Gebrauchtteil für 105,- Mark) wird ausgewechselt.

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