Flugwetter

Frühling! Vorbei ist das ständige nasskalte Schmuddelwetter, vorbei die dunklen Monate ohne Gelegenheit zu fliegen. Also gleich mal ein neues Foto für die Titelgrafik des Blogs gemacht, um das alte Hauptwolkenuntergrenzfoto zu ersetzen.

Alt:

Wolkenuntergrenze

Neu:

Blogheader Frühling

Ein herrlicher Tag, nicht wahr? Also flugs den alten „Falken“ aus der Halle gerollt und startklar gemacht. Keine fünf Minuten, nachdem das zweite Foto entstand, sah es dann allerdings schon wieder so aus:

Schneeplatz

Von wegen, vorbei das nasskalte Schmuddelwetter. Also flugs den alten Falken wieder so weit es ging in die Halle gerollt und den Schnee von den Klamotten geschüttelt. Bah.

Schneefalke

Wer sich die Platzfotos etwas genauer ansieht, dem wird auffallen, dass der Windsack etwas ungewöhnlich aussieht: Er steht nämlich exakt quer zur Bahn. Und stehen tut er tatsächlich. 30015KT, sagte der Wetterbericht – 15 Knoten. Und was sagt das Flughandbuch der SF 25C?

Falke Flughandbuch

Oha. Na schön, wann bekommt man schon mal eine Übungseinheit „Landen bei maximaler Seitenwindkomponente“ geboten. Ganz ehrlich: Es war gut, dass mit Jochen ein überaus erfahrener Fluglehrer auf dem rechten Sitz saß. Alleine hätte ich den Vogel nach der langen Pause bei solchen Verhältnissen kaum vernünftig hoch- und wieder runtergekriegt.

Gegen 18 Uhr sah es dann in puncto Wind etwas besser aus, und kurz vor einem weiteren Schneeschauer gingen wir nochmal in die Luft. Selten habe ich mich so geärgert, keine Kamera dabei gehabt zu haben. Der ganze Platz samt Umgebung bis zum Wiehengebirge war in eine massive Säule gehüllt, mit weißen Schlieren außen und dunkelgrauem Kern. Es sah aus wie eine Naturkatastrophe, wie ein Flächenbrand. Im Westen ging währenddessen die Sonne hinter einigen Wolken unter, deren Ränder einen gelb-goldenen Rand bekamen. Es sah fantastisch aus. Und nach Norden freie Sicht bis fast nach Oldenburg.

Bei milden sechs Knoten aus 230 Grad war dann auch die letzte Landung – endlich wieder solo – ein butterweiches Vergnügen. Minuten später war es dann schon richtig dunkel. Fast wie bei meinem ersten Solo überhaupt, 1999 in Clearwater.
(Hach ja. Ich muss unbedingt mal wieder einen Nachtflug machen.)

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