Ernüchterung hier, Aufbruch anderswo.

Meine bis dato ungebrochene Begeisterung für meine neue Heimatstadt hat einen spürbaren Dämpfer erlitten: Ich habe versucht, nach 19 Uhr einzukaufen. Welch Vermessenheit. Und nicht nur bei so großen Möbelhäusern wie Yesss oder Porta (was für eine Burg!) wird der Kunde um sieben vor die Tür gejagt. Auch die gesamte Innenstadt hatte um die Zeit flächendeckend bereits die Bürgersteige eingerollt. Unfassbar. Und da sagen Leute, Bielefeld gäbe es gar nicht.

Kommen wir nun zu etwas völlig anderem. Neues aus der Medienwelt:

– die „Bild“ Hamburg hat in einer Meldung über den neuen SPD-Bürgermeisterkandidaten sozusagen nur ganz, ganz knapp danebengelegen (Schadenfreude verbietet sich natürlich *hüstel* – aber in der Haut der Verantwortlichen möchte ich nicht stecken),

– Lensing-Wolff, fürsorglicher „Verleger“, mahnt den bösen, bösen RZBlogger ab,

– Bertelsmann launcht jetzt auch offiziell seine Community Bloomstreet,

– und Süddeutsche (Südpol), Holtzbrinck (Lovelybooks) und Stern planen eigene Kommunitäten.

Was treibt die bloß so plötzlich um? Den Begriff gibt’s doch schon seit mindestens 1999 (damals hatten wir in Bielefeld jedenfalls die entsprechende Rubrik so genannt). Lustig, dass mein alter Onlinedienst pünktlich zum Jahreswechsel den WestChat eingestellt hat. Praktisch wenige Tage, bevor der große Boom los ging 🙂

Wird Zeit, dass ich mal ein paar Fotos einstelle hier.

Ging los

Jetzt habe ich die ersten beiden Tage im neuen Job schon hinter mir. Obwohl jetzt auch schriftlich alles unter Dach und Fach ist, kann ich immer noch nicht glauben, wie schnell sich alles entwickelt hat. Ist das wirklich erst vier Monate her, dass ich auf den verrückten Gedanken kam, es in Aachen mit freier Mitarbeit zu versuchen?

Frau Borchert legt los

Oh, das wird spannend. Und heißt westropolis. Eine Kulturblogcommunityportalplattform mit Mitmachen. Schön gemacht.

Mein eigenes privates Projekt ist einen Schritt (65 Quadratmeter Altbau, Parkett, kleiner Balkon, hübscher Innenhof zum Mitbenutzen) weiter. Übermorgen geht’s los.

Lachen dürfen wir derweil über Vanity Fear. Genauso stellt man sich das als Laie vor, von unten quasi.

Morgen letzter Tag beim alten Brötchengeber nach neun Jahren? Wahrscheinlich wird es eher Mittwochmittag, wie ich mich kenne.

Aber nicht so.

Wie Readers Edition seine ehrenamtlichen Moderatoren gefeuert hat, ist ein schönes Beispiel dafür, wie man mit einer Community nicht umgehen sollte.

Okay, die Aktion bei der Münsterschen Zeitung, wo der Verleger klammheimlich eine Zweit-Redaktion aufgebaut hat, um dann am Freitagabend nach Dienstschluss die 19 Redakteure der Altredaktion fristlos freizusetzen – das hat natürlich noch eine ganz andere Qualität.

Und eine andere Qualität hat auch der bundesweite Proteststurm, den er sich für diese Aktion gerade einfängt: da, da, da, da, da, da und da. Oh, und sogar im „eigenenForum.

Und nass.

Neue Aufgaben verlangen neue Kräfte. Oder so. Auf alle Fälle muss der müde Körper mal wieder fit gemacht werden. Heute wird gejoggt. Und abends nochmal geschwommen. Schwimmen ist gut. Ich liebe es, wenn das Blut in den Adern singt und man sich restlos erschöpft fühlt. Aber die Endorphine durch die Blutbahn schwappen. Im Solarium war ich auch.

Und nochmal.

Sport rockt. Heute war ich schon wieder Joggen. Trotz kaltem Regen und noch kälterem Wind. Und jetzt geht’s Schwimmen. Man muss doch sportlich-dynamisch wirken, so als offizieller Jugendbeauftragter.

Ärgerlich, dass man so schwer reinkommt ins Blog-Admin. Musste gerade richtig rumklicken, bis es geklappt hat. Wir arbeiten daran. Hach, das ist ja fast wie in alten OWL-Onlin-Zeiten. Der Kreis schließt sich.

Und ab.

Nun sei es. Seit gestern, Freitag, ist es in trockenen Tüchern. Ich gehe nach Dom-Town. Printenheim kann kommen! Und damit ich schon mal üben kann, wie ich euch, liebe Printenheimer, anreden kann, entsteht hier dieses Blog.