Ab durch die Mitte

Das Ende der Saison zeichnet sich ab: Noch sechs Tage, bis das Saisonkennzeichen abgelaufen ist. Bei Dirk Q. in Eschweiler plane ich die letzten Reparaturen (Ölwechsel, Differenzial-Wechsel, Rostbeseitigung, neue Koppelstangen am Stabilisator hinten). Er ist übrigens lustigerweise gerade dabei, den gelben 230.4 aus Limbourg (siehe Beitrag unten) mit Gurten auf der Rückbank nachzurüsten, als ich bei ihm ankomme.

Glänzen tut mein Brauner jetzt auch wieder. Die letzten Reste der über das Auto gespuckten Mahlzeit (das war immerhin schon am 12. September!), auch nach zwei Waschanlagen-Besuchen noch sichtbar, beseitige ich in mehrstündiger Arbeit mit Polierwatte, Nigrin und Fingernägeln. Und zwar im Parkdeck von Kaufland, dem einzigen Ort, wo’s nach Feierabend noch Licht gibt. Vor der eigenen Haustür mag ich das nicht machen, die Ostviertel-Kids klauen mir bestimmt die Küchenkrepprolle vom Kofferraumdeckel, sobald ich weggucke.

Namur_63_800

Mit dem frisch polierten Wagen düse ich nach Namur, wo ein Treffen des Sprachwettbewerbs der Talenacademie Maastricht stattfindet. Es geht um einen dreisprachigen Schülerwettbewerb mehrerer Tageszeitungen aus der Euregio. Auf der Rückfahrt beneide ich wieder die Belgier um ihre Autobahnbeleuchtung. Um die Fahrbahndecke allerdings nicht, die ist absolut grauenhaft. Der Benz springt über Schlaglöcher und Bruchkanten im Asphalt, dass man sich einen Geländewagen wünschen würde. Auf einem Abschnitt in der Nähe des Flughafens Lüttich bringt die Straßendecke die Reifen so zum Heulen, dass ich – ungelogen – den Himmel nach einem landenden Flieger absuche.

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