Neues aus Poesie und Historie

Er ist’s! Schrieb Eduard Mörike über den Frühling. Den, der sein blaues Band gerade so schön durch Aachens Lüfte flattern lässt. Und der nicht der einzige ist, bei dem’s flattert. Der Landesbetrieb Straßen.NRW lässt eine Pressemitteilung auf unsere Schreibtische segeln: „Straßen.NRW erklärt den Winter für beendet„. Da kann man nur feststellen: Sie ist’s! Nämlich die Gute Nachricht Des Tages™!

Und weil das Wetter so schön ist, gibt es noch eine Bonus-GNDT™:

Stefan_LochnerStephan Lochner aus Köln ist ein gefragter Mann.
Die Post bot ihm jetzt ein Briefmarkensammel-Abo an; vor einem Jahr wollte ihm American Express eine GoldCard andrehen und die Neue Zürcher Zeitung versuchte ihm schon einmal ein Abo schmackhaft zu machen. Wir alle haben täglich die gleiche Werbung im Briefkasten liegen wie Stephan Lochner.

Stephan Lochner allerdings hat gar keinen Briefkasten. Der Mann, auch als Meister Lochner bekannt, war Maler im Spätmittelalter und schuf so schöne Werke wie die „Die Madonna im Rosenhag“, siehe links. Wie seine Adresse „Domkloster 4, 50667 Köln“ auf die Verteilerlisten kommt, ist unbekannt, hieß es.

Und was lehrt uns diese schöne Geschichte? Selbst wenn man vor einem halben Jahrtausend an der Pest gestorben ist, hängt man immer noch in den Fängen der anderen Menschheitsplage: der Werbung. Einziger Trost für Meister Lochner: Zumindest Spam-Mails blieben ihm bis jetzt noch erspart.

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